– Kathi, befahl der Apotheker, hier ist der Schlüssel zu dem Garten und hier der zu dem Gartenhause. Arrangire sogleich das Zimmer darin und führe dann den Herrn dorthin, er wird es bewohnen.

– Kathi, rief Netti, ich werde Dich begleiten!

Der Korporal wandte sich und sah die Köchin, die zitternd an der Thür stand.

Als ob ein jäher Schlag alle seine Glieder gelähmt, stand er wie Lot's Salzsäule in der Mitte des Zimmers und starrte mit großen Augen die bebende Magd an. Kathi's Blicke hafteten eben so starr auf dem Soldaten. Sie fuhr mit der Hand über die Augen, als ob sie eine Wolke verwischen wollte.

– Thekla! flüsterte der Soldat.

– Himmel, er ist's! flüsterte das junge Mädchen.

Der gegenseitige Anblick der beiden Personen hatte einen tiefen Eindruck der Freude und des Schreckens hervorgebracht, sie behaupteten indeß mit großer Anstrengung dergestalt ihre Fassung, daß Herr Czabo und Netti nichts davon bemerkten.

Kathi und Netti verließen das Zimmer, um das Gartenhaus zum Empfange des Gastes vorzubereiten.

– Was ist Ihnen, Herr Korporal? fragte der Apotheker. – Sie sind ja plötzlich wie umgewandelt!

– Das bin ich, antwortete ernst der junge Mann.