– Sie unterstützen meinen Plan – am Ufer der Save im Garten liegt ein Kahn –
Die Schritte einer Patrouille ließen sich in der Straße vernehmen.
– Großer Gott! rief Ferenz. Gehen Sie an das Ufer, ich folge im Augenblicke mit der Gräfin.
– Edler Mann, der Himmel lohne Ihnen!
Der Soldat verließ eilig das Zimmer und stürzte in den Garten hinaus. Als Ferenz auf die Hausflur trat, hörte er, daß die Patrouille im Nachbarhause Nachsuchung hielt. Wie ein Pfeil flog er die Treppe hinan und klopfte leise an die Thür seines Zimmers.
– Ich bin es, Ferenz, flüsterte er dabei.
Die Thür ward von innen geöffnet und die Gräfin, als Mann gekleidet, erschien an der Schwelle. Das schöne Haar hatte sie unter einer Mütze verborgen, welche Ferenz auf seinen Reisen zu tragen pflegte.
Vorsichtig schloß er die Thür wieder. Thekla stand zitternd in der Mitte des Zimmers.
– Nehmen Sie meinen Mantel, flüsterte er, er hängt im Nebenzimmer dort, Sie werden seiner bedürfen.
Die Gräfin schwankte in das bezeichnete Zimmer, die Hast des jungen Advokaten ließ sie die höchste Gefahr ahnen. Ferenz erschloß rasch einen Secretair und holte einen großen, schweren Lederbeutel daraus hervor.