– Wo ist der Korporal, der das Gartenhaus bewohnt? fragte die zurückkehrende Gräfin.
– Er erwartet Sie am Ufer der Save.
– Sie haben mit ihm gesprochen und wissen, wer er ist?
– Er ist der Besitzer dieser Summe, die ich ihm gerettet habe. Fort, fort, man sucht schon in dem Nachbarhause!
Der Advokat löschte das Licht aus, dann ergriff er den Arm der Gräfin und zog sie mit sich fort. Vorsichtig verschloß er das Zimmer wieder, da er die Kleider der Köchin darin wußte. Auf der Hausflur trat ihnen Netti entgegen. Erschreckt blickte sie den jungen Mann im Mantel an.
– Netti, flüsterte Ferenz flüchtig, in zehn Minuten bin ich bei Ihnen, um Ihnen alles zu erklären – gehen Sie in das Wohnzimmer, es ist möglich, daß Sie Besuch erhalten.
Das junge Mädchen starrte den beiden Personen nach, die hastig aus dem Hause in den Garten stürzten. Am Ufer trafen sie den Soldaten und den Fischer.
– Herr Graf, sagte leise der Advokat, hier ist Ihre Braut und hier der Rest Ihres Vermögens, soviel ich davon in Golde vorräthig hatte. Die Hälfte davon besitze ich in Papieren, die in der Türkei ohne Werth sind; ich werde sie jedoch in klingende Münze umzusetzen suchen, daß sie stets zu Ihrer Verfügung stehen.
– Ich leiste Verzicht auf die Papiere, sie mögen der Lohn meines großmüthigen Advokaten sein.
– Herr Graf!