– Leben Sie wohl, vielleicht sehen wir uns wieder!
Hastig umarmte der Graf den jungen Mann, dann half er der Gräfin in das Boot, in welchem Lajos schon wartete, zuletzt sprang er selbst hinein.
Das Wasser rauschte und der Kahn verschwand in dem Nebel, der wie ein graues, undurchsichtiges Tuch auf dem Wasser ruhete.
Als ob er die Flucht des unglücklichen Paares segnen wollte, streckte Ferenz seine Arme ihm nach. Leichten Herzens kehrte er in die Wohnung des Apothekers zurück.
Die Patrouille hatte das Haus des Kommandanten der Schutzwehr übergangen, da man bei ihm einen Schlupfwinkel für Flüchtlinge unmöglich hielt. Der Advokat saß in dem freundlichen Zimmer und erzählte der staunenden Netti die Flucht der Gräfin Thekla Andrasy.
Es war zehn Uhr, als Herr Czabo an die Thür seines Hauses klopfte. Niklas öffnete ihm.
– Warum öffnet Kathi nicht? fragte der erhitzte Kommandant, dem das hübsche Gesicht und der schöne Arm der Köchin nicht mehr aus dem Sinne wollte.
– Sie ist nicht da, antwortete Niklas.
Nachdem der Apotheker in die finstere Küche gesehen, trat er in das Wohnzimmer.
– Wo ist Kathi? fragte er unmuthig, warum öffnet sie mir die Thür nicht?