– Nun so rede, vielleicht ist Dein Vorschlag nicht zu verwerfen, sagte Valentin, indem er seine Hände auf den Rücken legte.

Der Jäger legte seine rechte Hand auf die breite Schulter des Vetters, sah ihm einen Augenblick in das graue Auge und flüsterte geheimnißvoll:

– Lieber Vetter, ich bin verliebt!

– Na, das fehlte auch noch! rief ärgerlich der Richter, der sich in seiner Hoffnung getäuscht sah. Deine Liebe, fügte er höhnend hinzu, trägt keinen Heller ein.

– Aber meine Heirath!

– Mit wem?

– Mit unserer Nachbarin, der hübschen Marie, deren Vormund Sie sind.

Das Gesicht des Ortsrichters nahm denselben Ausdruck wieder an, als einige Augenblicke zuvor. Des Jägers Bekenntniß schien eine neue Hoffnung in ihm erweckt zu haben.

– Eberhard, sagte er erstaunt, das Mädchen ist schön und gut –

– Eben deshalb will ich sie heirathen, und Sie werden meine Absicht unterstützen, weil Marie reich ist.