– Es kommt ja nur auf Sie an, Vetter, ob diese Lockspeise eine Lüge sei, oder nicht. Warum soll ich nicht eben so gut Ortsrichter werden können, als Sie, vorzüglich, wenn Sie mir Ihren Platz einräumen? Nun vorwärts, Marie wohnt nicht weit!
– Was soll das heißen?
– Daß wir auf der Stelle zu ihr gehen und um ihre Hand werben.
– Wie, diesen Abend noch?
– In diesem Augenblicke!
– Die Werbung geht Dich an, Du bist der Bräutigam – bedarfst Du der Hülfe, so bin ich immer noch da!
– O nein, rief lebhaft der Jäger, die Angelegenheit ist eine Familiensache, und Sie sind der Vetter! Ich gehe nicht ohne Sie!
– Nun gut, sagte Valentin nach einigem Zaudern, so gehen wir zusammen – heute ist Sonnabend, morgen ein Sonntag – ich erzähle die Neuigkeit in der Kirche einigen Nachbarn – morgen Abend weiß sie das ganze Dorf.
– Auch wenn Marie meine Hand ausschlägt? fragte Eberhard.
– Sie wird sich wohl hüten, wenn ich dabei bin, mein lieber Neffe, denn ich bin ihr Vormund und Ortsrichter!