Er fragte nach seiner Toilette.
Er könne in seinem Sommeranzug hinfahren, aber den schwarzen Rock auf den Arm nehmen, um sich in dem kleinen Gobelinzimmer zu ebener Erde für das Mittagessen umzukleiden.
Gobelinzimmer? Hm! Müsse er vielleicht Handschuhe anziehen.
Sie lachte. Nein, behüte, keine Handschuhe.
Er träumte die ganze Nacht vom Baron, vom Schloß, vom Gobelinzimmer.
Am nächsten Morgen fuhr ein Leiterwagen auf den Hof, um die Jugend zu holen. Nein, den liebte er nicht; der erinnerte an den Küsterhof.
Sie fuhren ab. Kamen in eine große Lindenallee, fuhren auf den Hof, hielten vorm Schloß. Es war wirklich ein Schloß, wie aus Dahlbergs „Suecia‟, und es datierte von der Unionszeit. Aus einer Laube hörten sie die wohlbekannten Laute des Brettspiels. Und heraus trat ein Herr mittleren Alters in weitem Anzug aus Hanfleinen. Sein Gesicht war nicht vornehm, eher bürgerlich, und von einem graugelben Seemannsbart bedeckt. Er hatte auch Ohrringe.
Johan nahm den Hut in die Hand und stellte sich vor. Der Baron begrüßte ihn freundlich und bat ihn, in die Laube zu kommen. Dort stand ein Brettspiel, und da saß ein kleiner Greis, der einen Frühstücksschirm an der Mütze hatte und sehr entgegenkommend war. Er wurde vorgestellt als Rektor aus einer Kleinstadt. Johan bekam Kognak und mußte Neuigkeiten aus Stockholm erzählen. Er vertiefte sich in Theaterklatsch und dergleichen, und man hörte ihm mit großer Aufmerksamkeit zu.
Da haben wir's, dachte er; die wirklich Vornehmen sind viel demokratischer als die nicht ganz Vornehmen.