Der Vater hat hinter den Spiegel nach der Rute gegriffen.

— Lieber Papa, verzeih mir, brüllt der Unschuldige.

Jetzt aber ist es zu spät. Das Bekenntnis ist abgegeben. Die Mutter hilft bei der Exekution. Das Kind heult vor Harm, vor Wut, aus Schmerz, am meisten aber vor Schande, vor Demütigung.

— Bitte Papa jetzt um Verzeihung, sagt die Mutter.

Das Kind sieht sie an und verachtet sie. Es fühlt sich allein, verlassen von der, zu der es sich stets flüchtete, um Milde und Trost zu suchen, aber so selten Gerechtigkeit fand.

— Verzeih, lieber Papa, sagt er mit zusammengebissenen lügenden Lippen.

Nun schleicht er in die Küche zu Luise hinaus, dem Kindermädchen, das ihn zu waschen und zu kämmen pflegt, und weint sich in ihrer Schürze aus.

— Was hast du getan, Johan? fragt sie teilnehmend.

— Nichts! antwortet er. Ich habe es nicht getan.