Woher hatte er seinen Haß gegen die Aufrechterhalter der Ordnung, die einst ihn und seine Rechte verteidigen würden, nachdem er emporgekommen und auf die andern drückte? Wenn diese Volksmenge, mit der er sich jetzt solidarisch fühlte, freie Hände bekommen, hätte sie vielleicht den ersten Stein durch das Fenster geworfen, hinter dem er eben mit vier Weingläsern gesessen. Gewiß, aber das hinderte doch nicht, daß er ihre Partei ergriff; man sieht ja oft, wie die Oberklasse, allerdings inkonsequent, Partei gegen die Polizei ergreift. Diese abstrakte Freiheitsmanie ist wohl eigentlich des Naturmenschen ewiger kleiner Aufruhr gegen die Gesellschaft.

Er geht der Reiterei entgegen, mit einer dunkeln Absicht, sie alle zu Boden zu schlagen, als ihn glücklicherweise jemand beim Arm packt, kräftig, aber freundlich. Man bringt ihn wieder nach Haus zum Doktor, der jemanden ausgesandt hat, um ihn zu suchen. Nachdem er sein Ehrenwort gegeben, diesen Abend nicht mehr hinauszugehen, sinkt er auf ein Sofa nieder und fällt in Fieber.

Am Tage der Enthüllung sang er unter den Studenten mit, befand sich also unter den Auserwählten, den „oberen Zehntausend‟, und hatte allen Grund, für sein Teil zufrieden zu sein.

Als die Feier beendet war, stürmte das Volk vor. Die Polizei drängte es zurück. Da aber begann das Volk mit Steinen zu werfen. Die Schutzleute zogen ihre Säbel und hieben ein, verhafteten und mißhandelten.

Johan war auf den Platz vor der Jakobikirche gekommen, als ein Kommissär auf einen Kerl einhieb, während es Steine regnete und den Schutzleuten die Helme abgeschlagen wurden. Ohne zu zögern, sprang er auf den Polizisten los, packte ihn beim Kragen, schüttelte ihn und schrie:

— Lassen Sie den Mann los!

Der Kommissär blickte bestürzt auf den Angreifer.

— Wer sind Sie? fragte er zögernd.

— Ich bin der Satan, und ich werde Sie holen, wenn Sie den Mann nicht loslassen.

Jener ließ wirklich los, aber nur, um Johan zu packen. In diesem Augenblick schlug ihm ein Stein seinen dreikantigen Hut herunter. Johan riß sich los.