Ein Nachstück wurde gespielt, das zwei Stunden dauerte. Während der ganzen Zeit irrte er draußen in der Dunkelheit, in den Alleen umher und schämte sich.
Er hatte mit Freunden und Verwandten verabredet, nach dem Stück im Hotel du Nord ein Glas zu trinken; aber er blieb aus. Er sah, wie sie nach ihm suchten, aber er wollte sie nicht treffen. Und sie gingen wieder hinein, um das zweite Stück zu sehen.
Endlich war das Theater aus. Die Zuschauer strömten hinaus und zerstreuten sich über die Alleen. Er lief von ihnen fort, um nicht ihre Urteile hören zu müssen.
Zuletzt sah er eine einzige Gruppe unter dem Regendach des Dramatischen Theaters stehen. Sie sahen nach allen Richtungen; sie riefen ihn. Schließlich trat er vor, bleich wie eine Leiche und düster.
Sie gratulierten zum Erfolg. Man hatte Beifall geklatscht; es war recht gut. Die Urteile der Nachbarn wurden wiedergegeben und man beruhigte ihn. Dann schleppte man ihn beim Kragen ins Restaurant und zwang ihn, zu essen und zu trinken. Dann wurde er zu Mädchen mitgenommen.
— Das wird dir gut tun, du alter Dusterer, sagte ein Kaufmann.
Bald war er herabgerissen von seiner Himmelfahrt.
— Wie kannst du noch düster sein, nachdem das Königliche Theater ein Stück von dir gespielt hat?
Das konnte er ihnen nicht sagen. Sein kühnster Wunsch war erfüllt; aber es war wahrscheinlich nicht das, was er wollte. Der Gedanke, daß es in jedem Fall eine Ehre war, tröstete ihn nicht.