Eines Morgens kurz darauf kommt ein Kamerad und weckt ihn.
— Weißt du, daß W. tot ist? (W. war ein Tischgenosse im selben Pensionat.)
— Nein!
— Er hat sich den Hals durchschnitten.
Johan stürzt in die Höhe, kleidet sich an und eilt mit dem Kameraden nach W.s Wohnung. Sie stürzen die Treppen hinauf und kommen auf einen dunkeln Boden.
— Ist es hier?
— Nein, hier!
Johan tappt nach einer Tür; die Tür gibt nach und fällt auf ihn. In diesem Augenblick sieht er eine Blutlache auf dem Fußboden. Er macht Kehrt, läßt die Tür los, ist die Treppen hinunter, ehe die Tür zu Boden schlägt.[5]
Diese Szene erschütterte ihn unerhört. Er fing an zu grübeln. W. hatte einige Tage vorher Johan im Park der Bibliothek getroffen, in dem Johan die Einsamkeit suchte, um an seinem Stück zu arbeiten. W. kam und grüßte; fragte, ob er ihm Gesellschaft leisten dürfe, oder ob er vielleicht störe. Johan antwortete aufrichtig, er störe. W. ging traurig davon. War es der ertrinkende Einsame, der eine Seele suchte und zurückgestoßen wurde? Johan fühlte sich beinahe schuldig an diesem Morde. Aber er war nicht zum Tröster berufen.