Er spionierte. Eines Tages bemerkte er, wie das Kindermädchen auf eine verdächtige Art mit dem jüngeren Bruder spielte, als dieser zu Bett lag. Der Junge wurde böse und spuckte in seiner Entrüstung dem Mädchen ins Gesicht. Die Stiefmutter wollte eingreifen, aber Johan trat dazwischen. Er hatte Blut geleckt. Die Sache wurde verschoben, bis der Vater heimgekehrt sei.

Nach dem Mittagessen mußte die Entscheidung fallen. Johan war bereit. Er fühlte sich als Vertreter der toten Mutter. Es begann. Als ihm Anzeige gemacht wurde, wollte der Vater den Knaben schlagen.

— Schlag ihn nicht! schrie Johan in einem befehlenden und drohenden Ton und rückte dem Vater auf den Leib, als wollte er ihn beim Kragen packen.

— Was in Jesu Namen sagst du?

— Rühr ihn nicht an! Er ist unschuldig.

— Komm in mein Zimmer, damit ich mit dir sprechen kann; du bist ja ganz närrisch, sagte der Vater.

— Ja, ich komme, fuhr Johan fort, einem Besessenen gleich.

Der Vater gab einen Augenblick diesem sichern Ton nach, und sein klarer Verstand mußte ihm gesagt haben, daß die Sache faul sei.

— Was hast du zu sagen, fragte er ruhiger, aber immer noch mißtrauisch.