»Jetzt ist es zu spät,« antwortete der Freund.

Da trat eine Gesellschaft ein, die wußte, wer sie waren, ohne sie zu kennen. Diese Leute warfen natürlich verwunderte Blicke auf die beiden, und ihre Blicke wurden spöttisch, als sie sich ihnen gerade gegenüber niedergelassen hatten.

Im selben Moment kam Holger herein, übersah mit einem Blick die Situation, die er sich erklären konnte, und war vorurteilsfrei genug, sie nicht zu mißbilligen; dann aber gewahrte er die spöttischen Blicke, und das verletzte ihn, so daß er finster wurde.

Als er an dem Tisch angelangt war, grüßte er so ungezwungen er vermochte:

»Das ist recht, daß ihr angefangen habt. Ich bekam ein Telegramm und mußte ein paar Zeilen schreiben.«

Da er in die frisch aufgebaute Stimmung der andern hineinplatzte und sie Vorsprung hatten, fiel es ihm schwer, sofort mit ihnen auf das gleiche Niveau zu kommen. Und er, der etwas von dem lastenden Ernst der Arbeit aus der Redaktion mitbrachte, wirkte niederdrückend auf sie. Es entstand eine Reibung, und die Verlegenheit der Langeweile legte sich über die Gesellschaft.

Die Frau, die sich amüsieren wollte, kam auf den unglücklichen Gedanken, den Mann aufheitern zu wollen; aber da verstummte er ganz.

Ihr nächster Versuch lief noch unglücklicher ab, als sie, um die Sache in Ordnung zu bringen, die plumpe Frage hinwarf:

»Was ist mit dir?«

Das wirkte, als wühle sie in seinem Innern, und er zuckte zusammen, wurde böse auf sich selbst, weil er sich nicht beherrschen konnte, wurde wütend auf die Gesellschaft mit den Blicken, wütend auf die ganze Situation.