und bat Carlsson, sich einige Schritte von ihm entfernt zu halten, sonst könne das Eis brechen.

Das schien es auch zu tun, denn hinter ihnen krachte es immer mehr und mehr. Was schlimmer war, das Brausen näherte sich jetzt so deutlich, daß man hörte, wie die Wellen gegen Riffe und Eisrand schlugen; auch waren die Möwen erwacht und schrien nach unerwarteter Beute.

Carlsson keuchte und schnaubte; der Abstand zwischen ihm und Gustav vergrößerte sich; schließlich befand er sich allein in der Finsternis. Da blieb er stehen, suchte nach den Spuren, fand keine; rief, aber bekam keine Antwort. Das war die Einsamkeit, die Finsternis, die Kälte, das Wasser, das den Tod brachte.

Von Furcht aufgejagt, setzte er sich noch ein Mal in Bewegung; lief so, daß die Schneeflocken zurückblieben, obwohl sie dieselbe Richtung wie er hatten; dann rief er wieder.

– Dem Wind folgen, dann kommt Ihr westlich ans Land! hörte er eine fliehende Stimme aus der Finsternis; dann ward es wieder still.

Bald aber hatte Carlsson keine Kräfte mehr, um laufen zu können. Mutlos verlangsamte er seinen Lauf, ging Schritt vor Schritt, ohne Widerstand leisten zu können, während er die See hinter sich kommen hörte, brausend, prustend, ächzend, als sei sie eigens auf nächtlichen Raub ausgezogen.


Pastor Nordström hatte sich um acht Uhr ins Bett gelegt, um seine Zeitung zu lesen; dann war er in einen schweren Schlaf gesunken. Aber gegen elf Uhr fühlte er den Ellbogen seiner Alten in der Seite und hörte sie rufen.

– Erich! Erich! hörte er im Schlaf.

– Was ist denn? Kannst du nicht ruhig sein! knurrte er halbwach.