– Nein, jetzt kriegst du nichts mehr, denn nun will ich schlafen, schnauzte Carlsson, in seinen Zukunftsträumen, in denen weder Wein noch Mädchen vorkamen, gestört und bereits mit seiner Stellung als Großknecht vertraut.

Es wurde wieder still. Nur dumpfe Laute von den Geschichten der Jäger drangen durch die beiden Türen; und der Nachtwind rüttelte an der Ofenklappe.

Carlsson schloß wieder die Augen. Im Schlummer hörte er Lottes halblaute Stimme etwas auswendig hersagen, das er zuerst nicht verstehen konnte, sondern wie ein einziger langer Salm klang; schließlich unterschied er:

– Undführeunsnicht – inversuchung, sondernerlöseunsvondemübel, denndeinistdasreich, unddiemachtunddieherrlichkeit inewigkeitamen. Gute Nacht, Clara! Schlaf gut!

Und nach einem Weilchen schnarchte es im Bett der Mädchen. Rundqvist aber sägte, daß die Fenster zitterten, ob nun aus Scherz oder Ernst. Aber Carlsson lag halbwach und wußte selbst nicht, ob er wachte oder schlief.

Da hob sich seine Decke und ein fleischiger, schweißiger Körper kroch an seine Seite.

– Es ist nur Norman! hörte er eine schöntuende Stimme

neben sich. Da wußte er, es war der Knecht, der sein Bettgenosse sein sollte.

– Aha, der Schütze ist heimgekehrt, knarrte Rundqvists rostiger Baß. Ich dachte, es sei der Teufel, der am Sonnabend draußen geschossen.

– Du kannst ja gar nicht schießen, Rundqvist; du hast ja keine Flinte, schnauzte Norman.