– Sechs Kühe, die Milch geben, sind besser als zwölf, die hungern!
Er untersuchte Spiegel und Euter und bezeichnete mit großer Sicherheit die sechs, die man auffüttern und dann zum Schlächter bringen solle.
Gustav machte Einwendungen.
Carlsson aber versicherte und beteuerte, sie müßten geschlachtet werden! Sie müßten sterben, so wahr er lebe! Dann könnte man eine andere Ordnung einführen. Zuerst aber müsse vor allem trockenes, gutes Heu gekauft werden, ehe man das Vieh in den Wald lassen könne.
Als Gustav von Heukaufen sprechen hörte, machte er die lebhaftesten Vorstellungen, doch nicht sein Geld für etwas auszugeben, das man selber habe. Aber die Alte brachte ihn mit der Erklärung zum Schweigen, davon verstehe er nichts.
Nachdem man noch einige weniger wichtige Anordnungen getroffen, verließ man den Viehhof und wanderte auf die Felder hinaus.
Hier lagen ganze Strecken brach.
– Ach, ach! sagte Carlsson mitleidig, als er den guten Boden auf so veraltete Art bewirtschaftet sah. Ach! wie kindisch! Kein Mensch hat mehr Brache, sondern Kleeweide! Wenn man jedes Jahr ernten kann, warum soll man es nur jedes zweite Jahr tun?
Gustav meinte, jährliche Ernten saugten den Boden aus; der müsse auch ruhen wie der Mensch.
Aber Carlsson gab eine ganz richtige, wenn auch etwas dunkle Erklärung ab, Kleesaat dünge den Boden, statt ihn auszusaugen; auch halte sie ihn von Unkraut frei.