Despot! — Adieu! — (Links ab.)
Fünfte Szene
Der Hoberg-Alte. Der Pastor. Die Pastorin. Der Sohn. Die Schwiegertochter. Die Enkelin und deren Bräutigam. Zweite Enkelin (acht Jahre alt).
(Sie kommen zu zwei und zwei die Veranda herab. Erstes Paar Arm in Arm. Zweites Paar die Arme um den Leib geschlungen. Drittes Paar Hand in Hand. Das Kind folgt dem zweiten Paare.)
Pastor
Ein schöner Abend! — Und nach schönem Tag!
Habt Dank, ihr meine Kinder, Kindeskinder!
Der Jahre achtzig füllte heut der Greis,
Nun neiget sich dem Abend zu sein Leben.
Habt Dank, daß wolkenlos die Rüste ihr gestaltet,
Ihr alle, die ihr meine Welt gewesen.
Denn nie verließ ich noch dies stille Tal.
So recht mein Leben erst den Anfang nahm,
Als hier ich mit der Frau das Heim uns baute.
Ich weiß nicht, wie es kommt, doch dieser Abend
Ruft das Vergangne neu mir ins Gedächtnis.
Kind (erschrocken)
Großvater, sieh, der Hoberg-Alte rührt sich!
Pastor
Du siehst Gespenster, Kind! — Der Berg ist’s,
Und der hat sich noch nie gerührt!
Es geht vom Hoberg-Alten eine Sage,
Ein Märchen, weißt du, Kind, daß er ein Riese,
Der einst verhext von einem Bischof ward,
Und eher nicht Erlösung finden kann,
Bis er sich eines Weibes Lieb erringt! —
Sei also nur getrost, mein Enkelkind,
Der Hoberg-Alte sitzt noch lange still.