Jean. Du bist doch wohl nicht böse, daß ich dir echappierte?
Christine. Nein! Nicht im geringsten, das weißt du ja; und ich kenne auch meine Stellung —
Jean legt die Hand um ihre Taille. Du bist ein verständiges Mädchen, Christine, und würdest eine tüchtige Hausfrau werden —
Julie kommt durch die Glasthüre herein; sie ist unangenehm überrascht; mit erzwungener Munterkeit. Sie sind ja ein scharmanter Kavalier — der seiner Dame davonspringt.
Jean. Im Gegenteil, Fräulein Julie, wie Sie sehen, habe ich mich beeilt, die Verlassene aufzusuchen!
Julie in anderm Ton. Wissen Sie, daß Sie wie kein anderer tanzen! Aber warum gehen Sie am Festabend in Livree? Legen Sie sie gleich ab!
Jean. Dann muß ich das Fräulein bitten, sich einen Augenblick zu entfernen, denn mein schwarzer Rock hängt hier — Er geht mit entsprechender Gebärde nach rechts.
Julie. Geniert Er sich vor mir! Um einen Rock zu wechseln! Geh' Er denn in sein Zimmer und komme wieder zurück! Übrigens kann Er auch hierbleiben, ich drehe mich um!
Jean. Mit Ihrer Erlaubnis, mein Fräulein. Er geht nach links, man sieht seinen Arm, wenn er den Rock wechselt.
Julie zu Christine. Höre, Christine; ist Jean dein Schatz, da er so vertraut mit dir ist?