– Um die Wahrheit zu sagen, liebe Alte, es wird wieder genau dieselbe Geschichte wie früher, sagte er.

– Beinahe, lieber Freund, antwortete die arme Frau, die ausser ihren Mutterpflichten alle Arbeiten einer Magd zu besorgen hatte.

Nach dem vierten Kindbett wurde es ihr zu schwer, und man war gezwungen, ein Kindermädchen zu halten.

– Jetzt muss es genug sein, gestand der trostlose Gatte. Hier machen wir Punkt.

Die Armut grinste sie an. Das Fundament, auf dem das Haus gebaut war, begann zu sinken.

Und mit dreissig Jahren, dem reifen Alter, da alle Blumen befruchtet werden müssten, sahen die jungen Gatten sich auf ein schändliches Zölibat angewiesen. Der Mann wurde mürrisch, sein Gesicht färbte sich aschgrau und sein Blick erlosch. Die reiche Schönheit der Frau welkte, ihr kräftiger Busen fiel ein; dazu hatte sie alle Leiden einer Mutter auszustehen, die ihre Kinder blutarm und schlecht gekleidet sieht.

Eines Tages stand sie am Herd und briet Hering, als eine Frau aus der Nachbarschaft kam, um mit ihr zu plaudern.

– Wie geht es ihnen, begann sie.

– Danke, so ziemlich! Und Ihnen?

– Ach, ich bin recht schwächlich! Es ist nichts los mit der Ehe, wenn man beständig auf seiner Hut sein muss.