– Was? Sollte ...

– Ja, du hast mit Luises Herz gespielt ...

– Meinst du die Cousine?

– Ja! Habt ihr euch nicht seit der Kindheit als ein künftiges Paar betrachtet? Glaubst du nicht, dass sie ihre Hoffnung und ihre Zukunft auf dich gesetzt hat?

– Ihr, ihr habt mit uns gespielt, habt uns zusammen gehetzt, nicht ich! antwortete der Sohn.

– Aber denk doch an deine alte Mutter und deine Schwestern, Frithiof. Willst du in dieses Haus, das immer unser aller Heim gewesen ist, ein wildfremdes Mädchen bringen, das das Recht besitzt, über uns zu befehlen.

– Das ist also der Grund! Luise ist zur Herrin auserkoren!

– Niemand ist auserkoren, aber eine Mutter hat immer das Recht, die künftige Frau ihres Sohnes auszuwählen, und niemand kann das so gut wie sie. Zweifelst du an meinen guten Absichten? Sag, kannst du deine eigene Mutter in Verdacht haben, dass sie dir schaden will?

– Nein, das kann ich nicht, aber ich – liebe Luise nicht; ich habe sie gern wie eine Schwester, aber ...

– Lieben? Ach die Liebe ist ein so unbeständiges Ding. Auf die kann man sich nicht verlassen, die verschwindet wieder, aber Freundschaft, Übereinstimmung in Ansichten und Gewohnheiten, gemeinsame Interessen, genaue Bekanntschaft mit einander bilden die beste Garantien für das eheliche Glück. Luise ist ein tüchtiges Mädchen, häuslich und ordentlich, und sie wird dein Heim so glücklich machen, wie du es nur wünschen kannst.