– Und die Kameraden?
– Von denen spricht man nicht, entschlüpfte es mir, ehe ich hatte einsehen können, welche Zurechtweisung die Antwort enthielt.
– Das ist gut geantwortet, mein Junge, sagte er und sah mich an mit einer Miene, die ältere Leute jüngeren zeigen, wenn die sich eine Freiheit herausnehmen.
– Willst du ein Glas Punsch haben? fragte er; es ist hier etwas feucht.
Nein zu antworten, war nicht möglich, da ich nicht Temperenzler bin. Aber im selben Augenblick überfiel mich ein Gefühl der Furcht: Wenn nun jemand hereinkommt und den Chef mit dem Kadetten trinken sieht! Die Situation war peinlich. Hast du schon empfunden, wie man sich für einen andern schämt? Um ihn war mir bange!
Er öffnete eine Klappe und holte Gläser und eine Karaffe hervor, die er in seine Kabine trug.
– Tritt näher, sagte er.
Meine Unruhe stieg noch mehr; die ganze Situation war so falsch, und der Abgott fiel, fiel unrettbar.
In der Kabine setzte er sich mir gegenüber und sah mich an, wie der Riese, ehe er den Däumling fressen wollte.
– Du bist ein guter Junge, sagte er, indem er (jedoch ohne anzustossen) sein Glas austrank, und dein Aussehen wird dir in deiner Laufbahn weiterhelfen. Weisst du, dass du gut aussiehst?