– Das ist die Postexistenz zweier Vitalitäten in einem neuen Ich.
– Was? Sie meinen, dass die Kontinuität des Ich, die durch die Kohabitation zweier analoger Sein sich notwendig in einem Werden inkorporieren wird ...
– Nein, mein Fräulein, ich wollte nur sagen, dass die Ehe, um die profane Sprache zu benutzen, nur unter der Kompatibilität der Seelen ein neues geistiges Ich durch Reciprocität erzeugen wird, das nicht als Sexus differentiiert werden kann. Ich will sagen, dass das neue Wesen, das in der Ehe geboren wird, ein Konglomerat von Mann und Frau sein wird; ein neues Wesen, in dem beide ihre Persönlichkeit aufgegeben haben, eine Einheit in der Vielheit, ein, um einen bekannten Ausdruck zu gebrauchen, ein homme-femme. Der Mann wird aufhören Mann zu sein und das Weib Weib zu sein.
– Das ist die Verbindung der Seelen! rief Helene aus, froh an den schweren Klippen vorbei gekreuzt zu haben.
– Das ist die Harmonie der Seelen, von der Plato spricht. Das ist die wahre Ehe, so wie ich sie geträumt habe, die ich aber leider, hm, unter dieser Form kaum verwirklicht sehen werde. Hm!
Helene sah nach der Decke hinauf und sagte flüsternd:
– Warum sollten Sie nicht, als ein Elitegeist, diesen Traum verwirklicht sehen?
– Weil die, welche meine Seele anzieht, nicht an die, hm, Liebe glaubt.
– Das ist ja noch nicht entschieden.
– Wenn sie es täte, würde sie immer von dem Verdacht gequält werden, das Gefühl sei nicht aufrichtig. Übrigens, es gibt keine Frau, die mich lieben würde. Keine!