Auf einem Spaziergang kam er eines Tages auf eine Wiese, auf der Vieh weidete. Er wollte den Kindern die Kühe zeigen, und führte sie behutsam an die weidende Herde heran. Plötzlich guckte ein schwarzer Kopf über die Rücken der andern Tiere und sah unter schwachem Brüllen den Besuch an.
Der Advokat nahm die Kinder auf den Arm und lief, so schnell er konnte, bis an den Zaun zurück. Dort angelangt, warf er die Kinder über den Zaun und wollte selber hinüberspringen, blieb aber hängen. Da er einige Frauen drüben erblickte, schrie er ihnen, so laut er konnte, entgegen:
– Der Stier, der Stier!
Aber die Frauen lachten und hoben die Kinder auf, die im Graben übel zugerichtet waren.
– Sehen Sie den Stier nicht! schrie er.
– Nein, es ist kein Stier, sagte die älteste Frau. Der wurde vor vierzehn Tagen geschlachtet.
Er kam beschämt und böse nach Haus. Beklagte sich bei seiner Frau über die Leute. Sie lachte nur.
Als die beiden Gatten am Nachmittag allein im Saal sassen, klopfte es an die Tür.
– Herein! rief sie.
Eine Frau, die dem Abenteuer mit dem Stier beigewohnt hatte, trat ein und hielt in der Hand das Halsband des Advokaten.