Am ersten Tag kam die Köchin und bat um Geld für Zucker und Kaffee. Er gab es ihr. Drei Tage später kam sie wieder und verlangte noch einmal Geld für Zucker und Kaffee. Er drückte sein Erstaunen aus, dass das erste Geld schon verbraucht sei.
– Ich esse es nicht allein auf, sagte die Köchin. Und die gnädige Frau hat nie etwas auszusetzen.
Er gab ihr das Geld. Aber neugierig, ob er wirklich Unrecht habe, schlug er das Haushaltungsbuch auf und begann zu addieren.
Er erhielt eine merkwürdige Summe bei den beiden Posten. Als er für einen Monat alle Pfunde zusammenzählte, ergaben sie ein Liespfund.
Er setzte seine Forschungen fort und kam überall zu ähnlichen Resultaten. Er ging zum Hauptbuch über und fand ausser den hohen Ziffern auch dumme Fehler beim Addieren. Augenscheinlich konnte seine Frau weder benannte Zahlen noch Dezimalbrüche. Diese unerhörte Betrügerei der Dienstboten musste jedenfalls zum Untergang des Hauses führen.
Seine Frau kam nach Haus. Er musste den Auktionsbericht bis zum Ende anhören. Darauf räusperte er sich und dachte anzufangen, aber seine Frau nahm den Faden selber auf:
– Nun, wie bist du mit den Mägden fertig geworden?
– Ich bin sehr gut mit ihnen fertig geworden, aber sie sind bestimmt nicht ehrlich.
– Sie sind nicht ehrlich?
– Nein, zum Beispiel sind die Posten für Zucker und Kaffee zu gross.