– Das ist nur Spitzfindigkeit. Ich finde es hart, dass ich noch um Erlaubnis bitten soll, ob ich mir für mein eigenes Geld ein Klavier kaufen darf.

– Es ist nicht mehr dein Geld.

– Ist es denn deins?

– Nein, auch nicht meins, sondern das der Familie. Du musst auch nicht so falsch sein, und mich „um Erlaubnis bitten“; die Klugheit gebietet nur, dass du den Verwalter fragst, ob der Stand des Vermögens eine grosse Luxusausgabe zulässt.

– Ist ein Klavier denn ein Luxus?

– Ein neues Klavier, wenn man ein altes hat, kann Luxus sein. Nun ist der Stand des Vermögens schlecht, daher erlaubt der nicht, dass du jetzt ein neues Klavier kaufst, obwohl ich natürlich nichts dagegen haben kann noch will.

– Durch eine Ausgabe von tausend Kronen ruiniert man sich nicht.

– Doch man kann den Grund zu seinem Ruin legen, wenn man zur Unzeit für tausend Kronen Schulden macht.

– Das heisst, du weigerst dich also, mir ein neues Klavier zu kaufen?

– Nein, das will ich nicht sagen. Der unsichere Stand des Vermögens ...