– Und dann will er gern einen Grog abends trinken; aber man kann doch nicht jeden Abend einen Grog trinken, wenn man verheiratet ist? Und dann mag er Kinder nicht leiden! Das geht nicht gut, flüstert er. Glauben Sie mir, das geht nicht gut. Und dann noch eine Sache, meine Herren (hier stand er auf, sah sich um und fuhr flüsternd fort), ich glaube, hol mich der Teufel, er hat ein kleines Verhältnis gehabt, der alte Heuchler. Erinnern Sie sich nicht jenes Abends, meine Herren, mit dem – hihihihi! – Nachthemd? Den finden Sie nicht wieder, wo Sie ihn gelassen haben! Passen Sie auf, Frau Blom, nehmen Sie sich in acht! Aber ich will nichts gesagt haben!

Die Tatsache stand jedenfalls fest, dass der Lehrer verlobt war und dass er in zwei Monaten heiraten wollte.

Wie es weiter ging, das gehört nicht zur Geschichte, und schwer ist es ausserdem, wirklich zu wissen, was hinter den Klostermauern der Häuslichkeit geschieht, wenn das Gelübde des Schweigens gehalten wird.

Sicher ist so viel, dass der Lehrer seitdem nie mehr in einer Kneipe zu sehen war.

Der Buchhändler, der ihn eines Abends allein auf der Strasse traf, musste eine lange Vorlesung anhören, dass er sich verheiraten solle. Ja, der Lehrer war gegen Junggesellen losgezogen und hatte gesagt, sie seien Egoisten, die sich nicht fortpflanzen wollten; man müsse eine hohe Steuer auf diese Kuckucke legen, denn alle indirekten Steuern träfen am meisten den Familienvater; ja, er ging so weit, dass der Junggesellenstand durch das Gesetz „als ein Verbrechen gegen die Natur“ bestraft werden müsse.

Der Buchhändler, der ein gutes Gedächtnis hatte, sprach seine Bedenken aus, ob man sein Schicksal mit einer „Gans“ vereinigen solle. Da antwortete der Lehrer, seine Frau sei die intelligenteste Dame, die er kenne.

Zwei Jahre später hatte der Pole den Lehrer mit seiner Frau im Theater gesehen und gefunden, „dass sie glücklich aussahen, huh!“

Drei Jahre später war der Wirt an einem Mittsommertag auf einer Vergnügungstour durch den Mälarsee nach Mariefred gefahren. Dort draussen auf dem grünen Rasen, vor dem Schloss Gripsholm, schob der Lehrer Blom einen Kinderwagen und trug einen Korb mit Speisen, während ihm eine ganze Karawane Herren und Damen folgten, die „vom Land zu sein schienen“. Der Lehrer sang nach dem Mittagessen Lieder und sprang Bock mit den jungen Herren. Er sah zehn Jahre jünger aus und war wie ein richtiger Kavalier gegen die Damen.

Der Wirt, der sich der Gesellschaft ganz nahe befand, hatte während des Mittagessens einen kleinen Dialog zwischen Herrn Blom und seiner Frau angehört. Als die Frau eine Schüssel Krebse aus dem Speisekorb nahm, bat sie Albert, nicht verdriesslich zu werden, aber es sei ihr ganz unmöglich gewesen, weibliche Krebse zu bekommen, obwohl sie den ganzen Markt abgesucht habe. Da fasste der Lehrer sie um die Taille, küsste sie und sagte, er esse ebenso gern männliche Krebse und er sei ganz zufrieden. Als dann das Kind im Wagen zu schreien anfing, hob der Lehrer es auf seine Arme und trug es, bis es still wurde.

– Nun, das sind ja alles Kleinigkeiten, aber wie die Menschen als Verheiratete leben können, während sie kaum als Junggesellen zu leben haben, das ist ein Rätsel. Aber es sieht aus, als bringen die Kinder Essen mit, wenn sie zur Welt kommen, so sieht es aus!