Aber es war doch mehr als Illusionen! Er liebte sie ja! Tat er das nicht? Und sie sagte ja, sie liebe ihn wieder, als er jetzt beim Sofa auf den Knien lag und ihre Augen küsste. Ja, sie liebten einander! Nur eine Wolke war vorbeigezogen! Garstige Gedanken, die einem in der Einsamkeit kommen. Sie wollte niemals, niemals mehr allein bleiben. Und sie schliefen umarmt ein, und sie lächelte wieder.

Am nächsten Tag aber ging sie ihm nicht entgegen. Er tat keine Frage beim Mittagstisch. Er sprach viel, aber mehr um zu sprechen; und es klang, als spreche er mit sich selber.

Am Abend unterhielt er sie mit langen Schilderungen über das Leben auf dem Schlosse Sjöstaholm: was die jungen Damen zum Baron sagten, und wie die Pferde des Grafen hiessen. Und am nächsten Tag sprach er von seiner Doktorarbeit.

Eines Mittags kam er sehr müde nach Haus. Sie sass im Salon und wartete auf ihn. Ihr Garnknäuel war auf den Boden gefallen. Als er an ihr vorbei geht, wickelt sich das Garn um seinen Fuss, er reisst ihr damit die Decke aus der Hand und schleppt sie mit; wird böse und schleudert das Garn mit einem Fusstritt fort.

Sie sagt etwas Scharfes über seine Unhöflichkeit.

Er antwortet: er habe keine Zeit, an ihren Kram zu denken, und sie könne übrigens etwas Nützlicheres vornehmen. Er müsse an seine Doktorarbeit denken, wenn er sich eine Zukunft schaffen wolle. Darum müssten sie darauf bedacht sein, sich einzuschränken.

So weit war es also gekommen!

Am nächsten Tag sass die junge Frau mit verweinten Augen da und strickte einen Strumpf für ihren Mann. Er sagte ihr, es sei billiger, gewebte Strümpfe zu kaufen. Da brach sie in Tränen aus. Was solle sie tun? Das Mädchen besorge ja das Haus, und in der Küche sei für eine zweite Person nichts mehr zu tun. Die Zimmer räume sie selber auf. Wolle er, dass sie das Mädchen verabschiede?

– Nein, Nein!

– Wie wolle er es denn haben?