– Ach, er sei eifersüchtig, und, was schlimmer sei, er sei neidisch! Er gönne ihr kein Vergnügen. So sei es, wenn man verheiratet sei! Wenn man ausgehe und sich amüsiere, kriege man Schelte, sobald man nach Haus komme! Pfui, wie dumm die Ehe sei! Und sei es überhaupt eine Ehe? Sie träfen sich nachts, ganz wie andere Verheiratete. Und die Männer seien alle gleich. Höflich, bis sie sich verheirateten, aber dann, dann! Ihr Mann sei gerade so, wie alle anderen Männer: er glaube sie zu besitzen, sie zu beherrschen!
– Er habe geglaubt, ein Mal hätten sie gemeint, einander zu besitzen, aber er habe sich geirrt. Sie besitze ihn, wie man einen Hund besitze, dessen man immer sicher ist. Sei er etwas anderes als ihr Diener, der sie abends abhole? Sei er etwas anderes als „ihr Mann“? Aber wolle sie „seine Frau“ sein? Sei das Gleichstellung?
– Sie sei nicht nach Haus gekommen, um sich zu zanken. Sie wolle immer seine Frau sein, und er solle immer ihr Männchen sein.
– Der Champagner wirkt! dachte er und drehte sich nach der Wand.
Sie weinte und bat ihn, doch gerecht zu sein und ihr zu – verzeihen.
Er verbarg sich unter der Decke.
Sie fragte noch ein Mal, ob er – ob er nicht wolle, dass sie seine Frau sei.
– Doch, gewiss wolle er das! Aber er habe sich heute abend so furchtbar gelangweilt, dass er nie mehr einen solchen Abend erleben wolle.
– Aber das sollten sie jetzt vergessen!
Und sie vergassen es und sie war wieder sein Frauchen.