Am nächsten Abend, als der grüne Jäger seine Frau abholen wollte, war sie in die Magazine gegangen. Er war allein im Kontor und setzte sich auf ihren Stuhl. Da öffnet sich eine Glastür und Herr Laffe steckt den Kopf herein:
– Annchen, bist du hier?
Nein, es war ihr Mann!
Er stand auf und ging seiner Wege! Herr Laffe nannte seine Anna Annchen und duzte sie! Annchen! Das war zuviel.
Als sie nach Haus kam, gab es einen grossen Auftritt. Sie wies dem grünen Jäger nach, seine Lehren von der Befreiung des Weibes seien nicht ernst zu nehmen, da er es übel auffasse, wenn seine Frau ihre Kameraden duze.
Das Schlimmste war, dass er zugab, seine Lehren seien nicht ernst zu nehmen.
– Das sei nicht seine Meinung! Er ändere seine Ansichten! Was?
– Ja, freilich! Die Ansichten änderten sich nach der Wirklichkeit, die so veränderlich sei! Habe er aber früher an eine geistige Ehe geglaubt, so glaube er jetzt an gar keine Ehe mehr. Das sei ja ein Fortschritt in radikaler Richtung! Und was das Geistige betreffe, so sei sie jetzt geistig mehr mit Herrn Laffe verheiratet, dessen Gedanken über Gepäckwesen sie täglich und stündlich teile, als mit ihm, für dessen Forstkultur sie sich ganz und gar nicht interessiere! Sei schliesslich ihre Ehe geistig? Sei sie so geistig!
– Nein, jetzt nicht mehr! Ihre Liebe sei tot! Er habe sie getötet, als er den grossen Glauben an – die Befreiung des Weibes aufgegeben!
Es wurde immer giftiger, und der grüne Jäger suchte geistige Ehe mit Forstmännern und gab das Gepäckwesen, das er nie verstanden hatte, auf.