Er vermisst es auch nicht so sehr, denn er findet, das Beste ist, mit den Kindern zu spielen!

Seine Kameraden sagen, er stehe unterm Pantoffel; doch darüber lächelt er, indem er sagt, er befinde sich am besten dabei, denn sein Weib sei eine sehr verständige und nette Frau.

Sie aber behauptet immer noch, sie sei seine Sklavin, sie sei es doch, und das ist ihr einziger Trost in der Betrübnis: das arme Frauchen.

Ein Puppenheim

Sie waren sechs Jahre verheiratet, aber sie glichen noch Verlobten. Er war Kapitän der Flotte und musste jeden Sommer einige Monate fort; zwei Male hatte er eine lange Tour gemacht. Die kleinen Dienstreisen taten so gut: war ihr Verhältnis in dem langen Winter etwas muffig geworden, so wurde es durch diese Sommertour wieder aufgefrischt.

Im ersten Sommer schrieb er förmliche Liebesbriefe an seine Frau, und er konnte auf dem Meer keinen Segler treffen, ohne dass er sofort Post signalisieren liess! Und als er vom Stockholmer Inselmeer Landkennung hatte, wusste er nicht, wie er sie schnell genug sehen konnte. Aber das wusste sie. In Landsort erreichte ihn ein Telegramm, dass sie ihm nach Dalarö entgegen kommen werde. Und als Anker geworfen wurde, sah er ein kleines, blaues Taschentuch auf der Veranda des Gasthauses: da wusste er, dass sie es war. Aber es war an Bord so viel zu tun, dass es Abend wurde, ehe er an Land gehen konnte. Als er dann aber mit der Gig kam und der vorderste Ruderer den Anprall abwehrte, sah er sie auf der Landungsbrücke: sie war noch ebenso jung, noch ebenso hübsch, noch ebenso gesund wie vorher; es war ihm, als lebte er seine erste Liebeszeit noch ein Mal. Und als sie ins Gasthaus kamen, welch kleines Souper hatte sie in den beiden kleinen Zimmern, die sie bestellt, zu arrangieren verstanden! Und wieviel sie mit einander zu besprechen hatten. Die Reise, die Kinder, die Zukunft! Und der Wein funkelte und die Küsse schmatzten. Vom Schiff war der Zapfenstreich zu hören. Um den kümmerte er sich aber nicht, denn er wollte nicht vor ein Uhr gehen.

– Was, er wolle gehen?

– Ja, er müsse an Bord sein; wenn er aber zur Tagwache da sei, genüge es.

– Wann denn die Tagwache beginne?

– Um fünf Uhr!