—Das ist ja ganz der Weg des Kreuzes!
Nun bin ich also nicht mehr einsam und verlassen; der junge Gelehrte scheint mir als ein Bote von den Mächten gekommen zu sein, ich kann ihm alles anvertrauen; und indem wir vergleichen, was wir erlebt haben, stützen wir einander gegenseitig auf dem schmalen Pfad im Tal der Schmerzen.
Auch er getroffen in jungen Jahren!
Alle Menschen gewaltsam aus dem Schlaf gerissen!
Es ist also eine allgemeine Erweckung, und was bezweckt sie?
[3.]
Erziehung.
Swedenborg, mein Wegweiser in der Finsternis, hat sich nur als Bestrafer offenbart. Die "Arcana Coelestia" sprechen nur von der Hölle und von Strafen, die vollzogen werden von bösen Geistern, das heisst Teufeln. Nicht ein Wort des Trostes, keine Gnade. Und doch ward ja der Teufel in meiner Jugend abgeschafft, alle lachten über ihn; und durch die Ironie des Zufalls bereitet man sich gerade jetzt dazu, das Jubiläum des Philosophen Boström zu begehen, der die Hölle niederriss und den Teufel vernichtete. Zu diesem Denker sah man in meiner Jugend wie zu einem Reformator auf, und jetzt rüstet sich der Teufel zu einer Renaissance für sich. Er ist in die Erzeugnisse der sogenannten satanischen Literatur geschlüpft, in die schönen Künste an die Seite von Christus, ja sogar in die Industrie. Letzte Weihnacht habe ich bemerkt, dass die Geschenke meist kleine Teufel und Gespenster vorstellten, sowohl die Spielsachen der Kinder wie komische Gegenstände, welche die älteren für einander kaufen, Zuckerwerk, Kontorkalender. Gibt es ihn noch, oder ist er nur ein halb wirkliches Schreckbild, das von den Unsichtbaren projiziert wird, um einen starken Eindruck auf uns zu machen? Uns zum Kreuze hinzustossen? Eine Antwort darauf zu finden, war mir noch nicht gelungen, als man mich an einem trüben Abend zu einem Bildhauer führt, der Freidenker und Atheist ist, wie die theosophische Gesellschaft, deren Anhänger er ist. Bei ihm kann man eine Privatsammlung von Gegenständen in Ton sehen, die für die Stockholmer Ausstellung bestimmt sind.
Mit abstossendem Realismus und Cynismus ist da der Teufel in verschiedenen Situationen dargestellt, immer in Verbindung mit einem Priester, dem vor ihm bange ist.