Bei einem Ausflug ins Grüne befindet mein Freund sich in einer kleinen Gesellschaft, die am Ufer eines Sees versammelt ist. In einem Ausbruch guter Laune vergisst er die angstvollen Stunden, die er auszustehen gehabt hat, und wirft folgenden Einfall hin:
—Hier müsste man eine Offenbarung der heiligen Jungfrau in Szene setzen! Es würde ein gutes Geschäft sein, einen Wallfahrtsort anzulegen.
Im selben Augenblick erbleichte er, und zur grossen Verwunderung seiner Begleiter rief er fast in Ekstase aus:
—Jetzt starb er!
—Wer?
—Leutnant X. Ich sah ihn im Todeskampf liegen, das Zimmer, die Anwesenden darin, alles!
Man amüsierte sich!
Als man aber in die Stadt zurückkehrt, begegnet man der Nachricht von Leutnant X's Hinscheiden. Und der Tod war plötzlich eingetroffen, genau um halb acht Uhr, im selben Augenblick, als der Visionär davon Botschaft bekam.
Die Spottvögel wurden von dem Eindruck überwältigt, so dass sie unwillkürlich Tränen vergossen, nicht aus Trauer, da der Tode ihnen ganz gleichgültig war, sondern aus Gemütsbewegung über das Wunder.
Die Zeitungen machen ein Wesen aus dem Geschehnis; die ehrlichen unter ihnen leugnen die Tatsache nicht, die unehrlichen lassen durchblicken, die Zeugen seien Betrüger. Die Folge ist ein Protest meines Freundes, des Ketzers, der den Sachverhalt anerkennt, ihn aber als zufälliges Zusammentreffen auslegt.