Ich antworte ihm, ich hätte keine industrielle Erfindung gemacht, sondern eine wissenschaftliche Entdeckung, die noch nicht einmal reif sei; und die geschäftliche Seite interessiere mich nicht genug, um sie weiter zu verfolgen.

Er ging. Die Wirtin des Hotels, die einmal mit dem unbekannten Herrn in Verbindung gestanden hatte, erfuhr von ihm die grosse Neuigkeit, und zwei Tage lang wurde ich für einen zukünftigen Millionär gehalten.

Der Kaufmann kam wieder, diese Mal noch mehr begeistert. Er hatte Erkundigungen eingezogen und, überzeugt, dass mit der Entdeckung etwas zu verdienen sei, lud er mich ein, unverzüglich mit ihm nach Berlin zu fahren, um die nötigen Schritte zu tun.

Ich dankte ihm und riet ihm, erst die notwendigen Analysen vornehmen zu lassen, ehe er sich weiter engagiere.

Er bot mir hunderttausend Francs, vor Abend zahlbar, wenn ich ihm folgen wolle....

Ich hiess ihn gehen, da ich irgendeinen Schwindler witterte.

Bei der Wirtin unten nannte er mich einen Toren.

Die nächsten Tage waren ruhig, und ich hatte Zeit, um nachzudenken. Drohende Not, unbezahlte Schulden, eine unsichere Zukunft auf der einen Seite; auf der andern Unabhängigkeit, Freiheit, meine Studien fortzusetzen, ein sorgenfreies Leben. Und ausserdem, eine gute Idee ist ihren Preis wert.

Reue ergriff mich, aber ich hatte nicht den Mut, die Verbindung wieder anzuknüpfen. Da teilte mir eine Depesche des Kaufmanns mit, das ein Chemiker, Assistent an der Ecole de médicine, und ein Abgeordneter, der damals schon bekannt war und jetzt nur zu bekannt ist, sich für das Jodproblem interessierten.

Ich beginne also eine Reihe regelmässiger Versuche, die alle dasselbe Ergebnis haben: zu beweisen, dass Jod von Benzin abgeleitet werden kann.