Every man his price, jeder Mann hat seinen Preis! Hier war allerdings eine bedeutende Summe notwendig, im Verhältnis zu seiner Tugend.—Aber zu welchem Zweck? Eine gewöhnliche Rache bezahlt man nicht übermässig! Es muss sich um ein ausserordentliches Interesse handeln! Halt, ich habe es! Ich habe Gold gemacht, der Doktor hat es halb erkannt, aber heute hat er es abgeleugnet, dass er meine Versuche, die ich ihm brieflich mitgeteilt hatte, wiederholt habe. Er hat es abgeleugnet, und doch habe ich heute abend Proben von seiner Hand gefunden; sie lagen auf dem Pflaster des Hofes. Also hat er gelogen!
Übrigens hat er sich am selben Abend darüber ausgesprochen, was für traurige Folgen es für die Menschheit haben würde, wenn die Herstellung des Goldes sich bestätigte. Allgemeiner Zusammenbruch, überall Verwirrung, Anarchie, Ende der Welt.
Man müsste den Erfinder töten! das war sein letztes Wort.
Ferner, als wir über die wirtschaftliche Lage meines Freundes sprechen, die recht bescheiden ist, war ich erstaunt, ihn sagen zu hören, dass er den Hof, den er bewohnt, demnächst kaufen werde. Er hat Schulden, ist beinahe in Verlegenheit, und träumt davon Grundbesitzer zu werden.
Alles vereinigt sich, um mir meinen guten Freund verdächtig zu machen.
Verfolgungswahn! Mag sein; aber der Künstler, der die Glieder dieser höllischen Syllogismen schmiedet, wo ist er?
—Man müsste ihn töten! Das ist der letzte Gedanke, den ich in meiner Qual festhalten kann, bevor ich gegen Sonnenaufgang einschlafe.
Wir haben eine Kaltwasserkur begonnen, und ich habe das Zimmer für die Nächte gewechselt, die jetzt ziemlich ruhig sind, wenn auch einige Rückfälle eintreten.
Eines Abends bemerkt der Doktor das Gebetbuch auf meinem Nachttisch und gebärdet sich wie ein Rasender.
—Immer noch diese Religion! Das ist ein Symptom begreifst du das?