Von Bärringen nimmt die Strasse bei mässiger Steigung eine nördliche Richtung, wir durchschreiten bald einen Wald, an dessen Saume wir bei der sog. Plattner Säule die Anhöhe erreichen. Von hier erblicken wir die Stadt Platten, die wir bei allmählicher Senkung der Strasse nach ½stündiger Tour betreten. (Denjenigen Touristen, die Bärringen bereits kennen, sei der von Abertham direct nach Platten zwischen Wiesen und Feldern führende Fussweg der Kürze wegen besonders empfohlen; er zweigt in Abertham rechts von der Strasse ab und mündet unterhalb der Plattersäule wieder in die Strasse. Siehe Tour Neudek-Platten.)

Durch die Kaisergasse in Platten geht die Strasse westlich, wendet sich bald mehr nordwestlich und führt in mehreren Windungen durch ein schönes, anmuthendes Waldthal, das der Breitenbach durchfliesst, nach dem Dorfe Breitenbach (¾ St.). Auf dem Wege dahin sehen wir die sog. Heinrichssteinfelsen, 3 Mühlen und 2 Holzschleifereien des Friedrich Karl Richter und Weizmann (Hahns Gasthaus zur Sonne).

Seiten-Tour Joachimsthal-Spitzberg-Seifen-Irrgang-Zwittermühl-Jungenhengst-Wittigsthal.

Man geht auf der Strasse nach Abertham bis zum Wegweiser, der uns die rechts zum Spitzberge (1½ St.) und von da nach Försterhäuser (¼ St.) und nach Seifen (¼ St.) führende Strasse angibt. Letzterer Ort liegt am Wassergraben (siehe Platten). Nun geht man entweder direct nach Zwittermühl (½ St.), das am Schwarzwasser liegt, oder betritt die über Irrgang (Eisenwerk) dorthin leitende Bezirksstrasse. Von Zwittermühl führt die Strasse durch das *reizende Schwarzwasserthal nach Jungenhengst, Brettmühl und Wittigsthal (Sachsen).

Tour Joachimsthal-Gottesgab-Weipert.

Von Joachimsthal führt über Gottesgab nach Weipert eine gute Strasse. (4 St.) Wir schlagen entweder die rechts bei der Dekanalkirche vorüberleitende Strasse ein, oder gehen an der links davon befindlichen Häuserreihe den Weg durch das Oberthal aufwärts, der sich bei den letzten Häusern mit der Strasse vereinigt. Diese geht nur noch eine kleine Strecke thalauf (der Fussgänger verfolge den Thalweg bis zur Strasse weiter), erklimmt in zwei Windungen die Berglehne und führt durch prächtige Waldungen auf den rauhen, moorreichen Kamm des Gebirges; wir schneiden aber kurz nach Eintritt in den Wald die vielfachen Krümmungen der Strasse ab, indem wir den rechts abzweigenden, stark betretenen, aber etwas steil ansteigenden Fussweg wählen, der auf dem Plateau am Ende des Waldes in die Strasse mündet, die uns endlich nach einstündiger Tour nach Gottesgab bringt.


Gottesgab.

Gasthöfe: »Zum grünen Haus« und »Zur Stadt Berlin«. (Beide an der Strasse, ersterer zur Linken, letzterer zur Rechten).

Postamt (an der Strasse).