Nein, sie werden dieses Mal nicht dulden, daß Eef irgend etwas von dem Schwein verkauft. Sie verlangen ihren Anteil an den Würsten, an dem Räucherfleisch.
Es ist Geld genug im Armenfonds. Muß denn Zins auf Zins gelegt sein? Ihrer ist die Gegenwart, das Schwein. Was bekümmert sie die Zukunft? Ihre Tage sind gezählt.
Mutter Eef hält Wacht mit scharfen Augen, daß kein Frecher sich an ihrem Gut vergreift. Jetzt faucht sie wie eine Katze auf. Ihre Faust in Arries Tasche, zerrt sie wütend, zieht das Stück, das er vom Schweinemagen heimlich abgeschnitten hat, heraus.
»Halunke, Lump, gemeiner Dieb!«
Arrie schweigt. Er ist zufrieden, daß der Eindringling die Flasche nicht gefunden hat. Seine liebe Branntweinflasche.
In der Ecke, wie beleidigt, tut er einen tiefen Schluck daraus und reicht sie heimlich weiter.
»Prosit! Unser totes Schwein soll leben.«
Und sie lachen wie die Kinder, hundert Runzeln in den alten Zügen.
Aus der großen Halle schrillt ein Wehruf. Lautes Weinen, wilder Jammer. Es ist Tietje Boon.
Des Schweines Todeskampf, das blutig-rote Fleisch, der Blutgeruch haben sie erregt. Irgend etwas ringt sich dämmernd aus dem zerstörten Denken. Aus der Tiefe ihres Unbewußtseins tritt ein langvergessener Schmerz.