Für die Armen, liebe Leute, muß man Opfer bringen.
Mutter Eef in ihrem blauen Kleid, stets das gleiche, auf dem grauen Haar die Spitzenhaube, deckt die Tafel, bringt die Teller, Gläser und Bestecke. Heute gibt es warmes Abendessen. Braten, süße Speisen, Wein und Bier und für jeden Mann ein Päckchen Tabak.
Eben treten schon die Spender in die Halle. Ihre Wohltat zu vollenden, wollen sie die Armen selbst bedienen.
Die Alten stehen sehr verlegen in den Türen ihrer Kojen.
In ihrem Herzen kämpft die Sehnsucht nach den feinen Speisen mit der Scheu vor diesen Herrenleuten.
Mynheer van der Werft, der reiche Reeder, tritt jetzt vor, hält eine Rede.
Von der Güte Gottes, »denn der Herr ist auf dem Grunde jedes Tuns und Lassens. Täglich müßt ihr ihn lobpreisen, daß er euch so schön geführt hat. In dies Haus, wo euer Lebensabend hinfließt wie ein Bächlein, still und rein und ohne Sorgen.«
Von der Menschengüte, die den alten Leuten dieses schöne Fest bereitet habe. Von der Pflicht der Dankbarkeit für diese Wohltat, von der Pflicht der Demut und Zufriedenheit.
»Ist er nicht bald fertig?« denken sich die Häusler. »Erdäpfel und Braten werden kalt.« Unter den gesenkten Lidern fliegen ihre Blicke nach der Tafel.
Endlich!