Unsre gegenwärtige Generation sollte besser als irgend eine die volle Bedeutung des Widerstandes unserer Vorfahren gegen das Haus Stuart zu würdigen vermögen. Rings um uns her wird die Welt von den Verzweiflungskämpfen großer Nationen erschüttert. Regierungen, welche noch vor Kurzem alle Aussicht auf ein jahrhundertelanges Fortbestehen zu haben schienen, sind plötzlich erschüttert und gestürzt worden. In den stolzesten Hauptstädten des westlichen Europa ist Bürgerblut geflossen. Alle bösen Leidenschaften, die Gewinnsucht und der Rachedurst, die Antipathie zwischen den Klassen und zwischen den Stämmen haben sich von dem Zwange göttlicher und menschlicher Gesetze losgerissen. Furcht und Angst haben die Stimmen von Millionen verdüstert und ihre Herzen bekümmert. Der Handel ist ins Stocken gerathen und die Industrie gelähmt worden. Die Reichen sind arm, die Armen noch ärmer geworden. Lehren, welche allen Wissenschaften, allen Künsten und allem Gewerbfleiße feind sind, Lehren, die, wenn sie praktisch angewendet würden, Alles was dreißig Jahrhunderte für die Menschheit gethan haben, vernichten und die schönsten Gauen Frankreichs und Deutschlands zu eben so wilden Ländern als Congo oder Patagonien machen würden, sind auf der Tribüne gepredigt und mit dem Schwerte vertheidigt worden. Europa hat die Unterjochung durch Barbaren gedroht, im Vergleich mit denen die Barbaren Attila’s und Alboin’s aufgeklärt und menschlich waren. Die aufrichtigsten Freunde des Volks haben mit tiefem Schmerze gestanden, daß Interessen, welche kostbarer als irgend welche politische Rechte sind, auf dem Spiele stehen, und daß es nöthig werden könnte, selbst die Freiheit zu opfern, um die Civilisation zu retten. Währenddem ist auf unsrer Insel der regelmäßige Gang der Regierung nie auch nur einen Tag unterbrochen worden. Die wenigen schlechten Menschen, denen nach Zügellosigkeit und Plünderung gelüstete, haben nicht den Muth gehabt, nur einen Augenblick der Kraft einer fest um den angestammten Thron geschaarten Nation zu trotzen. Und fragt man nach dem Grunde dieses Unterschiedes zwischen uns und Anderen, so ist die Antwort darauf: weil wir nie das verloren haben, was Andere mit blinder Hast wieder zu gewinnen suchen. Weil wir im siebzehnten Jahrhundert eine erhaltende Revolution gehabt haben, darum haben wir im neunzehnten keine zerstörende Revolution gehabt. Weil wir inmitten der Knechtschaft Freiheit hatten, darum haben wir inmitten der Anarchie Ordnung. Für das Ansehen des Gesetzes, für die Sicherheit des Eigenthums, für die Ruhe unserer Straßen und für das Glück unserer Familien gebührt unser Dank nächst Dem, der nach seinem Willen die Nationen erhebt und zu Boden wirft, dem Langen Parlamente, der Convention und Wilhelm von Oranien.
[104.] Bezeichnungen verschiedener Wappenherolde. — Der Übers.