Woher nimmt er die Stunden, sagt,

Die er dem Hofe widmet und der Stadt,

Den Staatsgeschäften und der Liebe Macht,

Der Eitelkeit und auch der Geistes Saat?

The Modern Lampooners. Ein Gedicht von 1690.

[76.] Burnet II. 4.

[77.] Ronquillo nennt die Whigbeamten „Gente que no tienen practica ni experiencia.“ Er setzt hinzu: „Y de esto proce de el pasarse un mes y un otro, sin executarse nada.“ 24. Juni 1689. In einem der unzähligen „Gespräche“, welche damals erschienen, wirft der toryistische Interlocutor die Frage auf: „Meint Ihr, die Regierung würde mit Geschäftsunkundigen besser daran sein?“ Der Whig antwortet: „Besser unwissende Freunde als vielwissende Feinde.“

Das Departement der auswärtigen Angelegenheiten. [Ein] Departement gab es jedoch, das gut verwaltet wurde: das Departement der auswärtigen Angelegenheiten. Hier leitete Wilhelm Alles, ohne weder den Rath noch den Beistand irgend eines englischen Staatsmannes in Anspruch zu nehmen. Nur einen unschätzbaren Gehülfen hatte er zur Seite: Anton Heinsius, welcher einige Wochen nach Beendigung der Revolution Großpensionär von Holland wurde. Heinsius war als Mitglied der Partei, welche auf die Macht des Hauses Oranien eifersüchtig war und gern auf freundschaftlichem Fuße mit Frankreich stehen wollte, ins öffentliche Leben eingetreten. Im Jahre 1681 aber war er mit einer diplomatischen Mission nach Versailles geschickt worden, und ein kurzer Aufenthalt daselbst hatte eine vollständige Änderung in seinen Ansichten herbeigeführt. Bei näherer Bekanntschaft wurde er beunruhigt durch die Macht und gereizt durch die Anmaßung dieses Hofes, von dem er, so lange er ihn aus der Entfernung gesehen, eine vortheilhafte Meinung gehegt hatte. Er fand, daß sein Vaterland verachtet wurde, er sah seine Religion verfolgt, und sein officieller Character schützte ihn nicht vor einigen persönlichen Kränkungen, die er bis zum letzten Tage seiner langen Laufbahn nicht vergaß. Als treuer Anhänger Wilhelm’s und unversöhnlicher Feind Ludwig’s kehrte er nach Hause zurück.[78]

Das Amt des Großpensionärs war immer ein wichtiges Amt, ganz besonders aber dann, wenn der Statthalter vom Haag abwesend war. Wären Heinsius’ politische Ansichten noch dieselben gewesen wie früher, so hätten alle großen Pläne Wilhelm’s scheitern können. Zum Glück aber bestand zwischen diesen beiden ausgezeichneten Männern eine vollkommene Freundschaft, die bis zu dem Tage, wo der Tod sie löste, nicht einen Augenblick durch Argwohn oder Mißhelligkeiten getrübt wurde. Über alle großen Fragen der europäischen Politik waren sie gleicher Meinung, und sie correspondirten lebhaft und rückhaltlos mit einander, denn es hielt zwar schwer, ehe Wilhelm Jemandem Vertrauen schenkte, wem er es aber schenkte, dem schenkte er es ganz. Die Correspondenz ist noch vorhanden und gereicht Beiden zur größten Ehre. Die Briefe des Königs würden allein schon zur Genüge beweisen, daß er einer der größten Staatsmänner war, welche Europa hervorgebracht hat. So lange er lebte, begnügte sich der Großpensionär damit, der gehorsamste, zuverlässigste und verschwiegenste Diener zu sein; nach dem Ableben des Gebieters aber erwies sich der Diener als befähigt, die Stelle des Gebieters mit seltenem Geschick zu vertreten, und er war in ganz Europa als ein Mitglied des großen Triumvirats berühmt, das den Stolz Ludwig’s XIV. demüthigte.[79]

[78.] Négociations de M. le Comte d’Avaux, 4. Mars 1683; Torcy’s Memoirs.