[40.] King’s Natural and Political Conclusions; Davenant, On the Balance of Trade.
[41.] Siehe die Almanachs von 1684 und 1685.
[42.] Siehe M’Culloch’s Statistical Account of The British Empire III. Thl. 1. Kap. 6. Abschn.
[43.] Namen berühmter Rennpferde der Neuzeit. Anm. d. Übers.
[44.] King und Davenant wie oben; der Herzog von Newcastle über die Reitkunst; Gentleman’s Recreation, 1686. Die scheckigen flandrischen Stuten waren zu Pope’s Zeiten und auch noch später Zeichen von Vornehmheit. Das gemeine Sprichwort „die graue Stute ist das beste Pferd“ hat, wie ich vermuthe, seinen Ursprung ebenfalls in dem Vorzuge, den man den grauen flandrischen Stuten vor den schönsten englischen Kutschpferden gab.
Mineralreichthum des Landes. [So] groß aber auch die Vermehrung der Erzeugnisse des Pflanzen- und Thierreichs war, so erscheint sie doch nur unbedeutend im Vergleich mit der Zunahme unseres Mineralreichthums. Im Jahre 1685 war das Zinn von Cornwall, welches vor mehr als zwei Jahrtausenden die tyrischen Schiffe bis über die Säulen des Herkules hinaus gelockt hatte, noch eines der werthvollsten unterirdischen Erzeugnisse der Insel. Die Quantität, welche davon alljährlich gewonnen wurde, belief sich einige Jahre später auf sechzehnhundert Tonnen, ungefähr ein Drittel des gegenwärtigen Ertrags.[45] Aber die in der nämlichen Gegend befindlichen Kupferadern wurden zur Zeit Karl’s II. noch fast gar nicht beachtet, und kein Grundeigenthümer brachte sie mit in Anschlag, wenn er den Werth seines Besitzthums feststellte. Gegenwärtig liefern Cornwall und Wales zusammen jährlich nahe an 15,000 Tonnen Kupfer im Werthe von fast anderthalb Millionen Pfund Sterling, das heißt dem ungefähren doppelten Werthe der jährlichen Ausbeute aller englischen Bergwerke irgend welcher Art zusammengenommen im siebzehnten Jahrhunderte.[46] Das erste Steinsalzlager war nicht lange nach der Restauration in Cheshire entdeckt worden, scheint aber damals noch nicht ausgebeutet worden zu sein. Das Salz, welches durch ein rohes Verfahren aus Salzquellen gewonnen wurde, war nicht sehr geschätzt. Die Pfannen, in denen die Bereitung geschah, dünsteten einen Schwefelgeruch aus und nach vollendeter Verdampfung war die zurückgebliebene Substanz fast unbrauchbar. Die Ärzte schrieben die unter den Engländern verbreiteten Skorbut- und Lungenaffectionen diesem ungesunden Gewürz zu. Es wurde daher von den höheren und mittleren Ständen nur selten gebraucht und in Folge dessen fand eine regelmäßige und bedeutende Einfuhr aus Frankreich statt. Gegenwärtig decken unsere Quellen und Bergwerke nicht allein unseren eigenen großen Bedarf, sondern versenden jährlich noch ungefähr 700 Millionen Pfund vortrefflichen Salzes nach dem Auslande.[47]
Noch viel bedeutender sind die Fortschritte unsrer Eisenerzeugung. Schon lange existirten auf unsrer Insel Eisenwerke, aber sie wollten nicht gedeihen und wurden weder von der Regierung noch vom Publikum mit günstigen Augen angesehen. Es war damals noch nicht gebräuchlich, zum Schmelzen des Erzes Kohlen anzuwenden und der ungeheure Verbrauch von Holz machte die Staatsökonomen besorgt. Schon unter der Regierung Elisabeth’s klagte man laut darüber, daß ganze Wälder geschlagen wurden, um die Schmelzöfen zu speisen und das Parlament war eingeschritten, indem es den Fabrikanten verbot, Bauholz zu brennen. In Folge dessen gerieth die Fabrikation ins Stocken. Zu Ende der Regierung Karl’s II. wurde ein großer Theil des Eisenbedarfs für das Land von auswärts eingeführt und die Gesammtmasse des bei uns gewonnenen Eisens betrug nicht über zehntausend Tonnen. Gegenwärtig gilt dieser Fabrikationszweig für gedrückt, wenn weniger als eine Million Tonnen im Jahre producirt werden.[48]
Noch ist ein Mineral zu erwähnen, das vielleicht wichtiger ist als selbst das Eisen. Obwohl die Steinkohle in den Fabriken noch fast gar keine Verwendung fand, so war sie doch in einigen Gegenden, die so glücklich waren, große Lager davon zu besitzen, wie auch in der Hauptstadt, welche zu Wasser leicht damit versehen werden konnte, bereits das gewöhnliche Brennmaterial. Man kann mit Recht annehmen, daß damals mindestens die Hälfte der aus allen Gruben gewonnenen Menge in London verbraucht wurde. Die Consumtion Londons erschien den Schriftstellern jener Zeit ungeheuer und ward von ihnen oft als ein Beweis für die Größe der Hauptstadt erwähnt. Sie erwarteten kaum Glauben zu finden, wenn sie versicherten, daß in dem letzten Regierungsjahre Karls II. 280,000 Chaldrons, das heißt etwa 350,000 Tonnen zur Themse gebracht worden seien. Gegenwärtig braucht London jährlich nahe an 3½ Millionen Tonnen und die gesammte Jahresausbeute des Landes darf nach der mäßigsten Schätzung nicht unter 30 Millionen Tonnen angeschlagen werden.[49]
[45.] Siehe eine interessante Note von Tonkin in Lord de Dunstanville’s Ausgabe von Carew’s Survey of Cornwall.
[46.] Borlase’s Natural History of Cornwall, 1758. Meine Angabe der gegenwärtig erzeugten Kupfermenge ist den statistischen Verzeichnissen des Parlaments entnommen. Davenant schätzte den jährlichen Ertrag aller Bergwerke Englands im Jahre 1700 auf sieben- bis achtmalhunderttausend Pfund Sterling.