»Ein Vermögen! Nein, welche Chance! — Wo ist er denn?«
Aber keine Hand rührte sich, den Gewinn einzuheimsen. Unangetastet blieb der Goldhaufen, lag da auf der leeren Fläche des zéro als eine glänzende, gleißende Masse.
Eine Minute lautloser Stille. Dann erhob sich ein Gemurmel; das Erstaunen steigerte sich. Man sah sich seine Nachbarn an, man fixierte die Gesichter der Gegenüberstehenden, wo denn dieser Verwegene sich befände?
»Unbegreiflich! Wo ist er denn? Heda, wo ist der zéro-Mann?«
Und aller Augen waren auf die Goldmasse gerichtet, lüstern, begehrlich, gierig, voll brennenden Heißhungers. Manchem zuckte es in den Fingern. Es war, als wollte der Goldhaufen sie alle höhnen mit seinem Gleißen; — das Gleißen schien an Glut zuzunehmen, als läge dort ein Haufen glühender Kohlen. Es war der Gottseibeiuns selbst, der für seine eigene Rechnung gespielt hatte und der sie nun alle mit dem Anblick des Goldes reizen, versuchen, zum besten halten wollte ....
»Er ist verrückt! Er ist wahnsinnig!« schallte es.
»Es ist zum Verzweifeln! Es ist, um selber wahnsinnig zu werden!« schrie einer, wie um sich Luft zu machen aus der Qual solchen Anblicks.
Aber niemand, der sich meldete. Schwer und stumm, in brutaler Aufdringlichkeit breitete sich das Gold auf dem Tisch.
Das Gerücht hatte sich den anderen Tischen mitgeteilt. Zuschauer stürzten herbei, um das Schauspiel zu genießen.
»Aber, mein Gott, was ist da weiter?« näselte ein Dandy; — »so muß man es doch machen, um eine Bank zu sprengen!«