Und immer noch rouge! Und immer noch noir das nächste Mal! Die Aufregung wuchs, es wurde nur noch vereinzelt auf Farben gesetzt. Herr Werler wiegte wie verzweifelt den Kopf. Er notierte nicht mehr. Solange die Kugel rollte, hielt er den Bleistift zum Aufzeichnen bereit. Es mußte doch anders werden! Und rouge! Und wieder noir! Jedesmal warf er in fast wütender Gebärde den Stift wieder auf den Tisch.

Bis zum vierunddreißigstenmal hatte die Scene gedauert. Da schlug zéro ein. Ein Ah! der Erlösung hallte in der Runde, als wäre alles von einem unheimlichen Alp befreit.

Zwei Louis standen auf zéro. Es erfolgte jene Säuberung des ganzen Tisches von allen Einsätzen, und dann wurden von der Bank zwei Stöße zu je fünfunddreißig Louis dem Gewinner hingeschoben.

Es mußte nur ein Gewinner sein, sonst hätte einer von zweien wenigstens einen Teil seiner Summe zurückgezogen. Aber es blieb alles stehen — nun, warum nicht? Ein beherzter Spieler!

Sofort, durch die Zuversicht ermutigt, die der unbekannte Spieler zeigte, regnete es Gold und Silber auf die zéro. Drei Minuten der Spannung, dann verkündete die dumpfe Stimme des Croupiers abermals — zéro.

Allgemeine Bewegung.

»Welche Chance!« rief man. »Nein, welch ein Glück!«

Zuerst wurden die kleinen Gewinne ausgezahlt. Dann schob die Bank Stöße auf Stöße voll Goldstücke auf den Haupttreffer. Von beiden Seiten des Tisches geschah es, und es dauerte eine Weile, bis der Gewinn beisammen lag. Es war ein großer Goldhaufen.

»Mein Gott, mein Gott!« rief eine naive Zuschauerin, die Hände zusammenschlagend.

»Es sind zweitausendfünfhundertzwanzig Louis!« hatte einer ausgerechnet.