Und die beiden Schwestern rauschten davon, Magnus mit dem vollen Hohn ihrer Blicke und ihres Lächelns überschüttend. —
Er trat bei dem Vater ein; der alte Mann saß in einem Rohrstuhl, gegen seine Gewohnheit bequem zurückgelehnt, und ließ bei seinem Kommen die Zeitung sinken. Zu seinen Füßen erhob sich eine prächtige Bulldogge — knurrend, ja, mit offenbar feindlichen Blicken — was fällt denn der Bestie ein? Kennt sie Magnus nicht mehr? Ja, sie will nichts mehr wissen von ihm — jetzt!
Der alte Herr Joël war offenbar durch die Heirat seines Sohnes etwas zusammengerüttelt worden, und es schien allerlei in ihm ins Wanken geraten. Ein fast elegischer Hauch umflorte seine sonst so glitzernden Augen, seine Stimme klang auffallend weich.
»Du bist es, Magnus!«
Und ein leises Zucken der Überraschung huschte um die gekniffenen Lippen.
»Wie geht Dir’s, Vater — ich bin erschreckt, zu hören, daß Du nicht wohl —«
Der Alte ließ in seiner Art die stürmisch dargereichte Hand nach der flüchtigsten Berührung sofort abgleiten. Seine Augen forschten begierig in Magnus Miene.
»Nun?« ächzte er.
Ist er erschienen, um seinem alten Vater Erlösung zu bringen von dem entsetzlichen Alp dieser Heirat? — Ist das eingetroffen, was Magnus ihm vor Tagen als einen Trost hinwarf? Ist das unselige — lächerliche — unbegreifliche Bündnis endlich durch den Tod zerrissen? — Das alles lag in dem »Nun«.
»Vater, ich bin gekommen, um ein ernstes Wort mit Dir zu reden —« begann Magnus beklommen. »Ich bitte Dich um Verzeihung für mich und mein Weib — was geschehen ist, ist geschehen —«