»Ich höre unsere Hunde. Es ist hier! Bitte!«
Jetzt erst vernahmen die andern durch das Gedröhn und Gerassel und vieltönige Geräusch des eisernen Ungeheuers ein Gekläff und Geläut von Hunden. Jetzt war es, als huschte der Feuerschein, das Gestöber durchdringend, über das steile Dachwerk eines schloßartigen Gebäudes.
»Bitte!«
»Halt!« befahl der Lieutenant. Mit kreischendem Laut stoppte die Lokomotive.
»Ich danke Ihnen! Sie haben mir — uns (verbesserte sie sich) einen großen Dienst erwiesen —« Damit raffte sie die Kleider zusammen und stieg hinab.
»Mein Fräulein —«
Er wollte ihr nach. Er durfte sie doch nicht so in die Nacht hinein ... Als wenn er ihr dennoch etwas zu sagen hätte — mochte sie es hören wollen, oder nicht ... Aber fort! Er stand und sah ihre Gestalt durch das Gestöber dahineilen, immer undeutlicher, bis sie gänzlich in der Nacht verschwand. Nichts als das Gekläff der Hunde, das jetzt laut durch die Nacht hallte, von der großen dunklen Masse her, die seitwärts des Schienenstranges durch den Schnee dämmerte.
»Befehlen der Herr Lieutenant weiter zu fahren?«
»Los!« rief er dem Pionier zu — es klang wie ein Ruf der Befreiung von dem hexenhaften Bann, von der sinnbethörenden Vision. »Und geben Sie ein paar tüchtige Sporen!«
Die Maschine nahm einen tollen Anlauf und raste in die Nacht hinein, um bald darauf in einem von Soldaten wimmelnden Bahnhof zu münden, dem Ziel der abenteuerlichen Fahrt.