„Er versteht eine ganze Menge mehr als Sie,“ sagte Lady Brandon, ihn unterbrechend. „Und das ist um so beschämender für Sie, weil Sie es am besten wissen sollten. Ich nehme an, daß Sie irgendwie Erziehung genossen haben. Sie werden kaum mit sich zufrieden sein, wenn Ihr Bischof hiervon hört. Ja,“ fügte sie hinzu und wandte sich an Trefusis mit einer kindlichen Miene, als ob sie eigentlich weinen wollte, aber gegen ihren Willen zum Lachen gezwungen wurde, „Sie können lachen, soviel es Ihnen gefällt — machen Sie sich nicht die Mühe und stellen sich, als ob Sie nur gehustet hätten — aber wir werden an seinen Bischof schreiben, und er soll seine Strafe haben.“

„Um Gottes willen, Jane, schweige doch,“ sagte Sir Charles, indem er das Pferd beim Zaum nahm und es von Trefusis entfernte.

„Ich will aber nicht. Wenn es dir so gefällt, hier ruhig zuzusehen, wie sie die Mauer in den Taschen davontragen, ich tu es nicht und will es nicht. Warum kannst du die Polizei nicht veranlassen, etwas zu tun?“

„Sie können nichts tun,“ sagte Sir Charles und war fast außer sich vor Scham. „Ich kann auch nichts tun, bis ich mit meinem Anwalt gesprochen habe. Wie kannst du das ertragen, hier zu stehen und dich mit diesen Burschen herumzuzanken. Es ist so würdelos!“

„Du hast gut von Würde reden, aber ich verstehe nicht die Würde, es zu dulden, daß andere Leute ohne Erlaubnis auf unserem Grund herumtrampeln. Mr. Smilasch, wollen Sie die Leute veranlassen, fortzugehen, und ihnen sagen, sie würden alle angezeigt und ins Gefängnis gebracht?“

„Sie gehen zu der Straßenkreuzung, um eine öffentliche Versammlung zu veranstalten und natürlich Reden zu halten. Ich sollte Ihnen sagen, daß sie es aufs tiefste bedauern, wenn sie mit ihrer Kundgebung Sie persönlich belästigt haben, Lady Brandon.“

„Das sollten sie auch,“ antwortete sie. „Sie sehen nicht sehr betrübt aus. Sie bekommen natürlich langsam Angst über das, was Sie angerichtet haben, und sie wären offenbar froh, wenn Sie durch eine Entschuldigung den Folgen Ihrer Handlungsweise entgingen. Aber das sollen Sie nicht. Ich bin nicht so dumm, wie Sie glauben.“

„Sie glauben das nicht, Sie haben das Gegenteil bewiesen.“

„Jane,“ fragte Sir Charles verdrießlich, „kennst du diesen Herrn?“

„Natürlich kenne ich ihn,“ sagte Lady Brandon mit Nachdruck.