„Ich stimme in mancher Beziehung mit Ihnen überein,“ entgegnete Sir Charles nervös, denn ein Mangel an Interesse für seine Mitmenschen und ein Übermaß von Interesse für sich selbst waren die Ursache, daß er nichts von sozialen Dingen verstand. Da er aber glaubte, ein Baronet müßte das eigentlich auch wissen, fürchtete er sich natürlich, irgend jemand zu widersprechen, der in zuversichtlicher Weise davon anfing. „Wenn Sie an Kunstsachen Interesse haben, kann ich Ihnen, glaube ich, manches Sehenswerte zeigen.“

„Das wird mich freuen. Ich werde Ihnen dafür gelegentlich eine Sammlung von Photographien zeigen, von denen ich viele selbst aufgenommen habe. Vielleicht wird sie Ihnen einige Belehrung bieten.“

„Ohne Zweifel,“ sagte Sir Charles. „Wollen wir zur Galerie zurückkehren? Ich habe da ein paar Schätze, die die Photographie so bald noch nicht übertreffen wird.“

„Ich denke, wir gehen durch das Gewächshaus,“ sagte Jane. „Lieben Sie Blumen, Mr. Smi— Nie kann ich mich doch auf Ihren richtigen Namen besinnen.“

„Das ist seltsam,“ sagte Trefusis.

Sie erhoben sich und betraten ein langgestrecktes Treibhaus. Lady Brandon hatte Erskine an ihrer Seite — Sir Charles und Gertrude gingen vor ihr. Aber sie sah sich nach Trefusis um, denn sie beabsichtigte, unter dem Vorwand, ihm die Blumen zu zeigen, ein wenig mit ihm zu flirten. Er war nicht zu sehen, aber sie hörte seine Schritte auf dem Wege an der andern Seite des Gewächshauses. Agatha war ebenfalls nicht zu sehen. Jane, die diese Anordnung nicht ändern durfte, wenn sie nicht ihre Absicht auffällig machen wollte, mußte mit Erskine weitergehen.

Agatha hatte ohne jede Absicht den andern Durchgang betreten. Als sie sah, was sie getan hatte, und sich wirklich ganz allein mit Trefusis, der ihr gefolgt war, fand, tadelte sie ihn deswegen und war schon dabei, zurückzugehen, als er kühl bemerkte:

„Waren Sie bestürzt, als Sie von Henriettas plötzlichem Tod hörten?“

Agatha kämpfte einen Augenblick mit sich selbst und sagte dann mit unterdrückter Stimme: „Wie können Sie es wagen, mit mir zu sprechen?“

„Warum nicht?“ fragte er erstaunt.