Jetzt geriet Mr. Jansenius in Zorn, und sie hielt es für das beste, ihm Henriettas Bericht mitzuteilen. Als sie ihm Trefusis Brief gab, sagte er etwas ruhiger: „Ein Unglück kommt nie allein. Lies das,“ und gab ihr einen andern Brief, so daß sie beide zu gleicher Zeit zu lesen begannen.
Mrs. Jansenius las folgendes:
An Mrs. Wylie,
Acacia Lodge, Chiswick.
Alton College, Lyvern.
Sehr geehrte, gnädige Frau,
zu meinem großen Bedauern muß ich Sie bitten, sofort Miß Wylie von Alton College zurückzuholen. In einem Institut wie dem meinigen, in dem die Schülerinnen so wenig wie möglich in ihrer Freiheit beschränkt sind, ist es notwendig, daß alle sich ohne Klagen und Widerstreben den wenigen unentbehrlichen Vorschriften fügen. Miß Wylie hat sich diesen Bedingungen nicht unterworfen. Sie erklärt, daß sie fortgehen will, und maßt sich ein Benehmen gegen mich und meine Kolleginnen an, das wir in Rücksicht auf uns selbst und auf ihre Mitschülerinnen nicht so hinnehmen können. Sollte Miß Wylie irgendeinen Grund haben, sich über ihre Behandlung oder über den Schritt, zu dem sie uns gezwungen hat, zu beklagen, so wird sie Ihnen das sicher mitteilen.
Vielleicht sind Sie so freundlich und setzen sich mit Miß Wylies Vormund, Mr. Jansenius, ins Einvernehmen. Ich werde dann mit ihm ein Abkommen treffen, da Sie ja das Schulgeld für das laufende Jahr schon bezahlt haben.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Maria Wilson.
„Das ist ja eine hübsche, junge Dame!“ sagte Mrs. Jansenius.
„Das verstehe ich nicht,“ sagte Mr. Jansenius, der einen roten Kopf bekommen hatte, als er den Brief seines Schwiegersohnes las. „Ich kann das nicht fassen. Was bedeutet das, Ruth?“