„Ich weiß es auch nicht. Sidney ist wahrscheinlich verrückt, die Flitterwochen haben die Krankheit zum Ausbruch gebracht. Aber du darfst nicht dulden, daß er mir Henrietta wieder auf den Hals lädt.“
„Verrückt! Glaubt er vielleicht, er könnte sich seinen Pflichten gegen seine Frau entziehen, weil sie meine Tochter ist? Glaubt er, weil sein Großvater von mütterlicher Seite ein Baron war, er könnte Henrietta an die Seite werfen, sobald er ihrer Gesellschaft überdrüssig geworden ist?“
„Oh, das ist es nicht. An uns hat er gar nicht gedacht.“
„Aber ich werde dafür sorgen, daß er an uns denkt,“ schrie Mr. Jansenius mit lauter, aufgeregter Stimme. „Er soll mir Genugtuung geben.“
Grade jetzt trat Henrietta wieder ins Zimmer und sah ihren Vater wütend auf und ab gehen und mehrmals wiederholen: „Er soll mir Genugtuung dafür geben.“
Mrs. Jansenius winkte ihrer Tochter, daß sie ruhig bleiben sollte, und sagte begütigend: „Rege dich nicht auf, John.“
„Aber ich will mich aufregen. Verdammter Hund! Verfluchter Schurke!“
„Das ist er nicht!“ schluchzte Henrietta, indem sie sich hinsetzte und nach ihrem Taschentuch griff.
„Laß das nun endlich sein!“ sagte Mrs. Jansenius scharf. „Du hast genug geweint, ich will nichts mehr davon hören.“
Henrietta sprang leidenschaftlich auf. „Ich sage und tue, was ich will,“ schrie sie. „Ich bin eine verheiratete Frau und lasse mir nichts befehlen. Und ich will meinen Mann wieder haben, und wenn er sich wer weiß wo versteckt. Papa, kannst du ihn nicht veranlassen, zurückzukehren? Ich sterbe sonst. Versprich mir, daß du ihn zurückbringst.“