„Mein lieber Freund,“ sagte Trefusis fast herzlich, „wenn ein Mann ein Gewissen hat, so kann er in Überzeugungssachen nicht schwanken. Ich habe irgendwo in Ihrem Buch gelesen, daß der Mann, der für die Freiheit seines Bruders nicht sein Blut vergießt, ein Feigling und ein Sklave ist. Wollen Sie nicht einen Tropfen Tinte vergießen — dazu noch meiner Tinte — für das Anrecht Ihrer Brüder an ihrer Hände Werk? Ich machte mir auch zuerst nichts daraus, diese Petition zu unterschreiben, denn ich könnte ebensogut einen Tiger bitten, seine Beute mit mir zu teilen, wie unsere Herrschenden, die gestohlene Arbeit, von der sie leben, fahren zu lassen. Aber Donovan Brown sagte zu mir: ‚Sie haben keine Wahl. Entweder glauben Sie, daß dem Arbeiter der Ertrag seiner Arbeit gehört, oder Sie glauben es nicht. Wenn Sie es aber glauben, dann bekennen Sie auch Ihre Überzeugung, selbst wenn das so nutzlos sein wird, als das Händewaschen des Pilatus.‘ So habe ich denn unterzeichnet.“

„Donovan Brown hatte recht,“ sagte Sir Charles. „Ich will unterzeichnen.“ Und er schrieb sorgfältig seinen Namen hin.

„Brown wird entzückt sein,“ sagte Trefusis. „Ich werde ihm heute schreiben, daß ich wieder eine gute Unterschrift für ihn erlangt habe.“

„Zwei Unterschriften,“ sagte Sir Charles. „Sie sollen zeichnen, Erskine. Der Teufel soll mich holen, wenn Sie es nicht tun! Es ist nur gegen die Halunken, die davonlaufen und ihren Arbeitern nicht ihre Löhne bezahlen.“

„Oder, die sie nicht ganz bezahlen,“ bemerkte Trefusis mit seltsamem Lächeln. „Aber unterzeichnen Sie lieber nicht, wenn Sie keine Lust haben.“

„Chester, wenn Sie nach mir nicht zeichnen, sind Sie ein Duckmäuser,“ sagte Sir Charles.

„Ich weiß nicht, was es bedeutet,“ sagte Erskine unschlüssig. „Ich verstehe nichts von Petitionen.“

„Es bedeutet, was es sagt. Man kann Sie nicht für irgendeine Meinung verantwortlich machen, die nicht darin ausgedrückt ist,“ erwiderte Trefusis. „Aber lassen wir es sein. Sie mißtrauen mir, glaube ich, etwas und möchten lieber nichts mit meinen Petitionen zu tun haben. Aber Sie werden eine bessere Ansicht darüber bekommen, wenn Sie erst mehr mit mir bekannt sind. Inzwischen hat es ja keine Eile. Unterschreiben Sie jetzt noch nicht.“

„Unsinn! Ich zweifle gar nicht an Ihrer ehrlichen Überzeugung,“ sagte Erskine schnell und leugnete seinen Verdacht, den er wohl fühlte, für den er aber keine Begründung wußte. „Hier haben Sie es!“ Und er unterzeichnete auch.

„Sehr gut!“ sagte Trefusis. „Das wird Brown für einen Monat glücklich machen.“