„Ich liebe Unannehmlichkeiten. Sie machen stark — aha!“ Sie hatte nach dem Türknopf gegriffen, und er legte schnell seine Hand auf die ihrige und hielt sie zurück. „Noch nicht, wenn ich bitten darf. Können Sie denn nicht wie eine Frau reden — wie ein Mann, meine ich? Sie mögen Max einen Knochen vorenthalten, bis er sich auf den Hinterfüßen aufrichtet und schön macht, aber mich sollten Sie nicht wie einen Hund behandeln. Sagen Sie offen ja, und lassen Sie mich nicht länger bitten.“

„Warum in aller Welt, wollen Sie mich denn heiraten?“

„Weil ich so veranlagt bin, einen Haushalt auf den Schultern zu tragen, und weil ich es tun will. Ich will das tun, was für mich das Beste ist, und ich werde nie wieder eine so gute Wahl haben. Und dann kann ich auch gar nicht anders, ich weiß nicht warum. Das ist die volle Wahrheit in der Sache. Sie wollen doch eines Tages jemand heiraten.“ Sie schüttelte ihren Kopf. „Gewiß werden Sie das tun. Warum wollen Sie mich nicht heiraten?“

Agatha biß auf ihre Unterlippe, blickte kläglich über den Rasen und sagte nach einer langen Pause widerstrebend: „Nun gut. Aber bedenken Sie, daß Sie sehr töricht handeln, und wenn Sie nachher enttäuscht sind, müssen Sie mir keine Vorwürfe machen.“

„Ich übernehme die Verantwortung für mein Handeln,“ sagte er und ließ ihre Hand frei. Dann zog er sein Taschenbuch heraus und lehnte es gegen die Türe. „Sie brauchen sie für Ihr Handeln nicht zu übernehmen, und ich hoffe, daß Sie nicht das schlechtere Los von uns beiden ziehen. Wir haben heute den siebzehnten Juni. Welcher Tag vor dem vierundzwanzigsten Juli wird Ihnen passen?“

„Sie meinen doch den vierundzwanzigsten Juli nächsten Jahres?“

„Nein, ich meine dieses Jahr. Ich muß an diesem Tage, verheiratet oder nicht, ins Ausland gehen und einer Konferenz in Genf beiwohnen, und ich möchte Sie mitnehmen. Ich will Ihnen eine Menge Plätze und Dinge zeigen, die Sie nie vorher gesehen haben. Es ist Ihr Recht, den Tag zu bestimmen, aber Sie haben keine ernsthaften Besorgungen und ich habe sie.“

„Aber Sie wissen ja gar nicht, was ich alles besorgen müßte. Sie warten besser, bis Sie vom Festlande zurück sind.“

„Sie brauchen für gar nichts außer der Wohnung und Ihrer Aussteuer zu sorgen. Die Aussteuer, das ist alles Unsinn, und Jansenius kennt mich, wie schnell ich eine Wohnung einrichte. Ich war in sechs Wochen verheiratet.“

„Ja,“ sagte Agatha scharf, „aber ich bin nicht Henrietta.“